Griechenland, Merkel und ein Bankrott


So oder ähnlich könnte man die derzeit dominierenden Meldungen zusammenfassen, wenn man Wirtschaftsmeldungen verfolgt.
Kein Wunder, dass versucht wird die Situation zu beschwichtigen, letztlich steht nicht nur der €uro, sondern die EU selbst auf dem Spiel.
Unsere Bundeskanzlerin glänzt mit einer ganz ungewohnt kritischen Haltung zur EU bzw. den von der Mehrzahl der EU Länder geforderten Griechenland Hilfen. Bislang kannte man sie nur als EU hörig, Deutschland zahlt schließlich gern 😉 !
Woher kommt also diese Haltung ? In einem Spezial von Welt.de steht die Antwort: (farbliche Hervorhebungen von mir)

Was sind die Gründe für Merkels Haltung?

Sie fürchtet, dass bilaterale Kredite der Europäer für Griechenland gegen Artikel 125 des EU-Vertrags, dem so genannten Nichtbeistandsgebot („No-Bailout“), verstoßen und darum vom Bundesverfassungsgericht als unrechtmäßig eingestuft werden könnte – das wäre für Merkels Regierung ein politisches Desaster. Außerdem will die Kanzlerin in der deutschen Öffentlichkeit den Eindruck vermeiden, dass Deutschland wieder einmal der Zahlmeister in Europa ist – dies wäre bei EU-Hilfen der Fall.

Bei denen, die annahmen, Merkel hätte patriotische Gefühle entdeckt oder erkannt, dass diese EU für Deutschland etwas wie ein zweites Versailles bedeutet, dürfte nun Ernüchterung keimen.
Es geht um Machterhalt, Posten, das Verdummen und Belügen des eigenen Volkes ! …den Eindruck vermeiden… !
Dabei ist bereits jetzt klar, dass eine Lösung in Form von Hilfen immer bedeutet, dass Deutschland, als größter Nettozahler der EU auch in diesem Fall den Löwenanteil stemmen muß.

Was Griechenland wirklich an Ungemach bereit hält:
April 2010 – Refinanzierungsbedarf 12 Milliarden €
Mai 2010 – 11 Milliarden €
Juli – 5 Milliarden €
August – 2 Milliarden €
September – 1 Milliarde €
Oktober – 2 Milliarden €

Und dabei ist Griechenland nur ein sehr kleiner Fisch in einem Teich in dem Fischsterben herrscht und große Fische wie Spanien auch sehr krank sind…

Ein weiterer Beitrag zum Thema fand sich bei Junge Freiheit. Besonders ein Leserkommentar bringt es auf den Punkt:

Otto Ohnesorge aus Berlin
Dienstag, 23-03-10 19:23
Ich nehme an, das gab es noch nie. Der Staatschef will das Geld seines Volkes verschenken und traut sich nicht, weil er fürchtet sonst verklagt zu werden.

Die BRD wirft schön eigenartige Blüten. Das kommt davon, wenn ein Volk krank wird und es zuläßt, daß es von Leuten regiert wird, die da nicht hingehören.

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Dekadenz


Einiges ist seit meinem letzten Blogeintrag passiert, wobei so richtig geschehen ist nichts. Wir sind weiterhin in einer großen Wirtschafts- und Gesellschaftskrise. Unsere Regierung ist weiterhin volksfremd und die Lobbyisten haben die Macht. Ein paar wenige Persönlichkeiten geben aber Grund die Hoffnung nicht aufzugeben, denn die von Fräulein Guido so rezitierte „spätrömische Dekadenz“ hat noch nicht alle erreicht. Zumal der Guido diese Begrifflichkeit völlig falsch verwendet hatte, ein Hartz IV Empfänger kann den Sozialstaat ausnutzen aber kaum dekadent sein. Dekadenz sehe ich vielmehr in den Chefetagen, in hohen politischen Ämtern, dort wo die Nähe zum Volk verlorengegangen ist.
Bestes Beispiel die Bosse der Krankenkassen, während auf der einen Seite über leere Kassen gejammert und drum eben ein Zusatzbeitrag eingeführt wird, werden auf der anderen Seite die Gehälter der Direktoren kräftig erhöht. Der Chef der Technikerkrankenkasse gönnte sich mal eben eine Gehaltserhöhiung von 25000,– €!

2083,– € monatlich ! Hand aufs Herz – wieviele Arbeiter haben alleine das im Monat ? Der TKK Manager hat durch die Erhöhung nun ein Einkommen von 271000,–€ oder  22583,–€ im Monat. Quelle
Nach spätrömischer Dekadenz muß ich hier nicht im unteren sozialen Bereich suchen.

Der Fisch stinkt vom Kopf und zwar gewaltig !

Bestes Beispiel ist ja Guido selbst, auf seinen Reisen als unser Außenminister, begleitet ihn ein Troß von persönlich nahestehenden Unternehmern. Dies erregt zumindet den Verdacht auf Vorteilsnahme bzw.-gewährung.
Der schnell aus den Medien verschwundene Spendenskandal der Hoteliers einmal gänzlich außer Acht gelassen…
Und diese MenschInn will uns etwas von Dekadenz erzählen ? Quelle

Aber es gibt Hoffnung. Es gibt sie noch ehrliche Unternehmer, Politiker, Bürger, wie zB. Trigema Chef Wolfgang Grupp