Steuergerechtigkeit

Ein Staat benötigt Steuereinnahmen, insbesondere wenn er, wie Deutschland ein Sozialsystem hat.
Normalerweise sollte jeder Bürger seinen Beitrag entsprechend seines Vermögens leisten, dies ist die Grundlage einer Solidargemeinschaft. In Deutschland ist das nicht ganz so.
Die große Gruppe der Arbeitslosen und Hartz-IV Empfänger zahlt keine erwirtschafteten Abgaben, das ist nachvollziehbar, verleitet aber immer mehr Leute dazu, den unmoralischen aber praktischen Weg als Sozialschmarotzer zu wählen. Die Superreichen, auf der anderen Seite, haben Möglichkeiten ihre Abgabenlast auf ein Minimum zu beschränken, so dass als Zahlmeister der Nation nur die Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen übrigbleiben.
Gerade jetzt, in der Vorwahlkampfzeit werden vermehrt Forderungen nach Reichen- oder Vermögenssteuer (Linke, Grüne) bzw. Kürzung der Sozialleistungen (FDP) laut, da man den Mittelstand als braven Wähler nicht vergraulen möchte.
Der Film “ Schön reich – Steuern zahlen die anderen“ zeigt sehr deutlich einen Teil dieses Problems. Während die vorgestellte Familie, eindeutig Träger und Stütze unsereres Systems, eine enorme Abgabenlast zu tragen hat, kann der Millionär mit legalen Möglichkeiten Steuern sparen.
Auf eine weitere Steuer, die Mehrwertsteuer wird leider gar nicht eingegangen. Während die Familie diese als Konsument natürlich in voller Höhe trägt, hat der Millionär die Möglichkeit, diese zu sparen, soweit er als Firma auftritt.

Hier gehts weiter:

Man kann diesem Film linken Populismus oder Anstacheln einer Neiddebatte vorwerfen, dies würde aber nichts an den Tatsachen ändern. Nicht außer Acht lassen darf man natürlich, dass gerade die Hilfeempfänger nichts und die Empfänger kleinerer Einkommen wenig zum Steuer- und Abgabenaufkommen beitragen. Dies soll keine Kritik an diesen sein, zeigt aber erneut, dass nur der Mittelstand geschröpft wird.
Das Schlimmste an dieser Situation ist aber, dass es keinen Ausweg zu geben scheint.

Eine der großen Enttäuschungen ist in diesem Zusammenhang die Union, die sich sehenden Auges dieser Dynamik hingegeben hat. Wenn jetzt im Wahlkampf der CSU endlich einfällt, Steuererleichterungen auf die Agenda zu setzen, so ist das nichts als Augenwischerei. Stichworte wie „kalte Progression“ und „Mittelstandsbauch“ – also die unverhältnismäßige Abschöpfung von Einkommenszuwächsen von Handwerken, Beamten und Facharbeitern – machen seit langem die Runde. Sehenden Auges hat die große Koalition eine weitere Ausplünderung des Mittelstandes – höhere Angestellte zahlen inzwischen Spitzensteuersätze – zugelassen. Damit wird zugelassen, dass der Sozialstaat den Ast absägt, auf dem er sitzt. Quelle

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: